Kampagne "Berlin braucht dich!"
Noch immer arbeiten beim Land Berlin viel zu wenige Auszubildende und Beschäftigte mit Migrationshintergrund. Die Kampagne „Berlin braucht dich!“ soll dies ändern. Seit 2006 führt BQN Berlin im Auftrag des Berliner Senats die Kampagne mit dem Ziel durch, den Anteil Jugendlicher mit Migrationshintergrund in allen Ausbildungsbereichen, in denen die Politik als Arbeitgeber Verantwortung trägt, auf 25 Prozent zu erhöhen. Für dieses Ziel engagieren sich Berliner Schulen, Ausbildungsbehörden des Öffentlichen Dienstes und die Betriebe mit Landesbeteiligung, darunter auch die Betriebe der „mehrwert“ Initiative, wie die BSR, Vivantes, BVG und Berliner Wasserbetriebe.
Insgesamt eröffnet die erweiterte Kampagne Ausbildungsperspektiven für Jugendliche mit Migrationshintergrund in 12 Berufsfeldern und mehr als 100 Ausbildungs- und Studienberufen. Seit 2009 wirbt die Kampagne außerdem mehr Migrantinnen und Migranten für den Lehrerberuf.
Als Ergebnis der ersten drei Jahre der Kampagne hat sich der Anteil Auszubildender mit Migrationshintergrund bei den neuen Ausbildungsverträgen im Öffentlichen Dienst fast verdoppelt und lag 2008 bei 14,3 %. Um diesen Anteil in den nächsten Jahren auf 25 % zu erhöhen, setzt „Berlin braucht dich!“ auf den Aufbau verbindlicher Strukturen der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben.
Hierdurch sollen die Ressourcen der Betriebe und der Schulen zusammengeführt und für die berufsorientierenden und ausbildungssichernden Aktivitäten im Rahmen der Kampagne nutzbar gemacht werden.
Beispiele von Berufsorientierungsangeboten der Kampagne sind Betriebserkundungen, Informationsveranstaltungen an Schulen und Unterstützung von Schülerpraktika und Patenschaften. Diese Aktivitäten werden gemeinsam von Auszubildende mit Migrationshintergrund, Ausbilder/innen, Lehrer/innen, Berufsberater/innen, Vertreter/innen von Bildungsträgern und Trägern der vertieften Berufsorientierung abgestimmt und gestaltet.
Im Rahmen der Kampagne "Berlin braucht dich!" findet die Ausstellung "Berliner Verwaltung zeigt Gesicht" statt.
Mehrere Infos über die Kampagne unter:
und
Begleitbroschüre zur Kampagne