Sprachkompetenz ist entscheidend für schulischen und beruflichen Erfolg. Untersuchungen wie die von BQN Berlin beauftragte Studie „Situation der Sprachvermittlung Deutsch als Zweitsprache an Berliner Schulen der SEK I“ zeigen, dass eine intensive Sprachförderung in der SEK I und an den berufsbildenden Schulen benötigt wird.
Die meisten Jugendlichen mit Migrationshintergrund beherrschen die deutsche Alltagssprache. Dennoch haben sie im Schulunterricht häufig Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Beim Übergang in die Berufsausbildung wirkt sich dies oft nachteilig für sie aus.
Aus diesem Grund setzt sich BQN Berlin dafür ein, Deutsch als Zweitsprache im Schulprogramm und als Querschnittsaufgabe in allen Fächern zu verankern. Gemeinsam mit dem Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V. haben wir daher Fortbildungsseminare für Lehrkräfte entwickelt, die Sprachförderung gezielt mit der Vermittlung des Unterrichtsstoffes verknüpfen.
Forschungen zum frühkindlichen Spracherwerb belegen, dass sich Zweisprachigkeit im frühen Lebensalter überaus günstig auf die gesamte sprachliche Entwicklung auswirkt. Mehrsprachigkeit ist also eine wichtige Ressource, die in der Schule gestärkt werden sollte.
Dies ergeben auch die Untersuchungen des Erziehungswissenschaftlers Prof. Dr. Hans-Joachim Roth von der Universität Köln zu bilingualen Kindertagesstätten der Caritas. Roth fand heraus, dass sich die Förderung beider Sprachen positiv auf die Fähigkeit zur Ausbildung grammatischer Strukturen auswirken kann.
Nach Auffassung von BQN Berlin sollte die Schule die vorhandenen Kompetenzen der Herkunftssprache in der Fach- und Schriftsprache daher durch zusätzliche Förderangebote stärken (Sprachunterricht oder bilingualer Unterricht).

