BQN-Berlin | Berufliches Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten

BQN Dialog "Vielfalt. Macht. Arbeit."

Am 27. November 2018 fand der fünfte BQN Dialog in der Reformationskirche Berlin-Moabit statt. Auf dem Podium diskutierten Tanja Knapp, Leiterin der Polizeiakademie Berlin, Martin Jammer, Abteilungsleiter Landespersonal bei der Senatsverwaltung für Finanzen, Corinna Jendges, Geschäftsführung Personalmanagement Vivantes und Andreas Germershausen, Integrationsbeauftragter des Berliner Senats. Vor mehr als 80 Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Schulen, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft sprachen sie über das Potenzial der dualen Ausbildung für die Bewältigung der integrationspolitischen Herausforderungen unserer Hauptstadt. Eingerahmt wurde der Dialog durch Vorträge von Claudia Burkard von der Bertelsmann Stiftung und Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, Leiter der Abteilung „Integration, soziale Netzwerke und kulturelle Lebensstile“ des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin.

Nach einer Begrüßung durch die BQN-Vorständin Charlotte Kruhøffer, leitete Claudia Burkard den diesjährigen BQN Dialog mit Zahlen aus der Bertelsmann-Studie „Berufsausbildung junger Menschen mit Migrationshintergrund – Eine repräsentative Befragung von Betrieben“ ein, die als Grundlage der anschließenden Podiumsdiskussion dienten. Unter der Moderation von Serdar Yazar, BQN Berlin wurden auf dem Podium Widersprüche, Herausforderungen und Perspektiven der vielfaltsorientierten Einstellungspolitik diskutiert. Insbesondere die Diskrepanz zwischen dem Fachkräftemangel, jährlich 10.000 unbesetzten Ausbildungsplätzen einerseits, und den vielen Jugendlichen, die das Potential zur Teilnahme und auch eine Berufsausbildung auf sich nehmen wollen andererseits, sowie die Frage, warum Jugendliche nicht direkt nach der Schule in Ausbildung einmünden, waren wichtige Themen. Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba setzte mit seinem Kurzvortrag „Teilhaben am „dicken B“: Integration als urbane Gesellschaftsvision“ ein Statement für die Zukunft Berlins im Hinblick auf Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe und Integration.

Zum Abschluss der Veranstaltung führte die Theatergruppe Theater X dem Publikum künstlerisch vor Augen, wie Jugendliche mit Migrationsbiografie die Vielfaltsorientierung der Hauptstadt erleben. Am Ende der Veranstaltung gab es die Möglichkeit, mit den Besucher*innen bei einem kleinen Imbiss in einen Dialog zu treten und sich die Fotoausstellung „Berlin braucht uns!“ der Fotografin Judith Affolter anzusehen.


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