BQN-Berlin

Neue Wege in die Ausbildung

BQN Berlin e.V.

Wir arbeiten und engagieren uns für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen aus Familien mit Einwanderungsgeschichte und direkter Flucht- oder Migrationserfahrung in Bildung und in der Arbeitswelt. Mehr erfahren ..

Aktuelles

  • Welche Daten brauchen wir für eine gute Teilhabepolitik in Berlin?

    Fachgespräch mit Expert*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die Kategorie „Migrationshintergrund“

    An der goldgemusterten Wand ein Gemälde einer spätsommerlichen Waldlandschaft. Davor ein dunkelrotes Samtsofa auf dem die Berliner Integrationsbeauftragte, Katarina Niewiedzial, und die Geschäftsführerin vom Deutschen Zentrum für Integration und Migration (DeZIM), Dr. Yasemin Shooman, sitzen. Farblich in roten Kleidern aufeinander abgestimmt, rahmen die beiden Frauen Klaus Kohlmeyer, Geschäftsführer von BQN Berlin, ein. Was die drei verbindet? Ein engagiertes Eintreten für mehr Vielfalt, Teilhabe und Chancengerechtigkeit in Berlin – politisch, wissenschaftlich, zivilgesellschaftlich. Als Basis dafür werden Daten über die Einwanderungsgesellschaft benötigt – doch welche genau?  In der Beletage des Bilderbuch Cafés in Berlin-Schöneberg fand am 4. Dezember bei Kaffee, Chai und Kuchen ein Fachgespräch zur umstrittenen Kategorie „Migrationshintergrund“ statt – initiiert von der Integrationsbeauftragten und in Kooperation mit BQN Berlin und dem DeZIM.

    Der politische Rahmen des Gesprächs: Katarina Niewiedzial und ihr Team novellieren derzeit das Gesetz für Partizipation und Integration (PartIntG). 2020 soll es verabschiedet und dann mit neuem Leben gefüllt werden. Eines der Ziele des Gesetzes ist es, die Vielfalt der Einwanderungsgesellschaft in der Berliner Verwaltung auf allen Hierarchieebenen abzubilden. Dafür braucht es Daten. Daten, die Vielfalt in der Verwaltung möglichst genau darstellen können. Doch welche werden konkret benötigt, um eine effiziente Teilhabe- und Förderpolitik zu gestalten? Im novellierten PartIntG soll die Kategorie „Migrationshintergrund“ um den Zusatz „Fremdzuschreibung“ erweitert werden, also eine zusätzliche Abfrage, ob einem der Migrationshintergrund von außen zugeschrieben wird. Reicht das aus, um Diskriminierung sichtbarer zu machen? Auf dem Podium diskutierten Dr. Anne-Kathrin Will vom ethnologischen Institut der Humbold Universität, Dr. Andreas Ette vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung und Deniz Yıldırım von Citizens for Europe. Zwei Wissenschaftler*innen und eine Soziologin aus der migrantischen Community gaben Impulse an die Berliner Senatspolitik und Verwaltung.

    Die entscheidende Frage sei: Wer soll eigentlich mit dem PartIntG erreicht werden? Jene, die besonders betroffen sind von Rassismus und daher auch einen besonderen Förderbedarf benötigen? Der „Migrationshintergrund“, 2005 das erste Mal im Mikrozensus erfasst, sei eine unverbindliche Sammelkategorie, so Dr. Anne-Kathrin Will. Da würden viele Menschen mit und ohne Rassismuserfahrung eingeschlossen. Das erschwere es, zielgerichtete politische Maßnahmen zuzuschneiden für besonders benachteiligte Menschen. Citizens for Europe möchte daher den Begriff am liebsten ganz abschaffen und durch neue Items ersetzen, die z.B. ethnische Zugehörigkeiten insbesondere benachteiligter Bevölkerungsgruppen, wie Sinti-Roma, Muslime oder Juden, erfassen. In den migrantischen Communities sei der Begriff zudem nicht positiv besetzt und sollte daher auch nicht weiter Einzug in den Alltag und die Statistik gewinnen, betonte Yıldırım.

    Wenn wir ins Ausland blicken, erfassen Länder wie Irland, USA, Kanada auf sehr unterschiedliche Weise den „Migrationshintergrund“ bzw. erfassen ihn eben auch nicht, wie Frankreich. Ein Resultat der länderspezifischen Einwanderungsgeschichten, was gegen eine Übertragbarkeit spricht. Die USA verfolgten jedoch einen guten Ansatz, hob Yıldırım hervor: In einer aktuellen Bevölkerungsbefragung würden dort sehr differenzierte, intersektionelle Daten erhoben und Gender, Klassismus und Rassismus zum ersten Mal miteinander in Verbindung gesetzt. So sei es möglich, sehr differenzierte  Aussagen über Lebenslagen zu machen, gezielt Förderpolitik zu betreiben und damit Rassismus spezifisch zu bekämpfen.

    Wie soll nun weiter verfahren werden mit der umstrittenen Kategorie? Migrationshintergrund abschaffen ja oder nein? Langfristig angebracht, so die Ansicht des Podiums. Aber bislang existieren noch keine anderen Kategorien, um Rassismuserfahrungen sichtbar zu machen. Dr. Andreas Ette vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung betonte, dass es wichtig sei mit einer wissenschaftlich etablierten Kategorie zu arbeiten, um auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene grundsätzlich vergleichbare Daten erheben zu können. Für Dr. Will ist es ein erster Schritt, die Gleichstellungsdaten von Citizens for Europe in die Breite zu tragen. Zusätzlich seien mehr empirische Studien notwendig, die weitere Kategorien entwickeln und prüfen. Was Wissenschaft jedoch nie vollkommen leisten könne: Diskriminierung objektiv zu messen. Annähern ja, doch letztlich sei Diskriminierung immer eine subjektive Erfahrung und Empfindung.

    Katarina Niewiedzial nimmt für ihr Vorhaben mit: „Wir werden den Begriff ‚Migrationshintergrund‘ nicht morgen abschaffen können, aber wir nehmen die Impulse für unseren Novellierungsprozess auf. Es ist wichtig die Meinung der Expert*innen aus den unterschiedlichen Bereichen einzuholen. Das möchten wir mit unserer Fachgesprächsreihe im Rahmen der Novellierung nun fortsetzen.“

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  • Justiz öffnet Türen für Menschen mit Einwanderungsgeschichte

    Zwischen Karl-Marx-Straße und Sonnenallee, mitten im Neuköllner Kiez befindet sich das Deutsch-Arabische-Zentrum für Bildung und Integration (DAZ). Am 29. November begegneten hier Menschen aus der migrantischen Community Mitarbeitenden aus der Berliner Justiz. Genau diese Menschen wollen BQN Berlin, das Amtsgericht Neukölln und das Kammergericht gemeinsam mit dem DAZ und anderen migrantischen Organisationen über das Projekt „Mehr Vielfalt in der Justiz“ für nicht-richterliche Berufe gewinnen. Wie sie das erreichen wollen, teilten sie im Rahmen der Berufsinformationsveranstaltung im DAZ mit. Viele waren dort, um sich über den Zugang in die Justiz zu informieren und ihre Fragen zu stellen. Gerhard Frenzel, Präsident des Amtsgerichts Neukölln, trat beschwingt durch die Tür mit dem Vorsatz, hier mit Menschen ins Gespräch zu kommen.  

    In den Räumen war ein Parcours mit Stationen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen aufgebaut. Zum Beispiel zur Einlasskontrolle: Ein streng ausschauender Wachtmeister zeigte zwei jungen Frauen, wie die Taschenkontrolle am Gerichtseingang funktioniert. Die Mädchen lachten und hatten Freude daran, Golfbälle, Taschenlampen und Cuttermesser nach ihrer Gefährlichkeitsstufe zu sortieren. Währenddessen scannte die Kollegin des Wachtmeisters mit einem Detektor den Körper eines kleinen Jungen. Gegenüber, auf der anderen Seite des Raumes, ließen sich arabische Männer zum dualen Studium der Rechtspflege beraten. Der Zugang ist für alle offen, solang man die nötigen Qualifikationen, die deutsche oder europäische Staatsangehörigkeit besitzt und kein Kopftuch trägt. Eine junge Frau aus dem Publikum ergriff nach der Begrüßung des Justizsenators Dirk Behrendt und den Organisatoren das Wort: „2017 bin ich aus Syrien nach Deutschland gekommen, besitze ein juristisches Diplom und keine deutsche Staatsangehörigkeit. Trotzdem möchte ich meine Kompetenzen und Fähigkeiten einsetzen und einen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Wie kann ich das machen?“ Momentan gehe das mit gewissen Herausforderungen einher,  erklärte  Behrendt: „Eine Voraussetzung ist beispielsweise die deutsche oder europäische Staatsangehörigkeit. Besteht ein juristischer Abschluss, dann muss dieser zudem in Deutschland anerkannt werden.“

    In Neukölln haben rund 45 Prozent der Bewohner*innen einen Migrationshintergrund laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Zum Teil mit einem ausländischen Pass, zum Teil mit deutscher Staatsangehörigkeit. Rund die Hälfte davon weist einen niedrigen Bildungsstand auf, ein Fünftel sei arbeitslos. Auf der anderen Seite sind die Berufsfelder der Justiz und deren Karrierewege derzeit zu wenig bekannt oder attraktiv, denn junge Menschen bewerben sich nur in geringer Zahl. Mit Blick auf eine wirksame, vielfaltsgerechte, diskriminierungs- und barrierearme Personalgewinnung besteht somit ein großer Handlungsbedarf. Behrendt bekräftigte: „Wir wollen mehr Mitarbeitende, die die vielfältigen kulturellen Facetten der Berliner Bevölkerung auch in der Justiz wiederspiegeln. Davon profitieren letztlich beide Seiten, die Justiz und die Gesellschaft.“

    Deshalb wurde Ende 2018 das Projekt „Mehr Vielfalt in der Justiz“ ins Leben gerufen und exemplarisch am Amtsgericht Neukölln entwickelt, erprobt und umgesetzt. Frenzel: „Das Projekt ist wichtig, da es den Menschen hilft, zu ihren Rechten zu kommen. Alle Menschen die hier leben, sollen gleichermaßen an der gesellschaftlichen Aufgabe teilhaben können. Wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht, um mit Kraft und Unterstützung der migrantischen Communities aus allen Bevölkerungsgruppen und –schichten zu rekrutieren.“ Und warum jetzt? Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund steigt nur langsam und die Bewerberzahlen gehen zurück. Daher hat sich die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung entschlossen, ähnliche Recrutingmaßnahmen zu ergreifen wie die Berliner Polizei, die damit in den letzten Jahren sehr erfolgreich waren.

    Welche Maßnahmen braucht es konkret damit die Menschen tatsächlich in der Justiz ankommen und wie können Brücken gebaut werden? Nader Khalil, Leiter des Deutsch-Arabischen Zentrums/EJF in Neukölln, und einst selbst aus dem Libanon nach Deutschland geflüchtet, sagte: „Die Menschen brauchen eine Ansprechperson in der arabischen Gemeinde, dann ist die Hemmschwelle viel niedriger. Leider ist bei vielen die Vorstellung im Kopf verankert: Die Justiz ist nur für Deutsche ein Berufsfeld. Deshalb muss in der Community gut platziert werden, dass grundsätzlich alle Berufe offen sind. Zudem ist es wichtig, eine kommunikative Brücke in das deutsche System zu bauen und zentrale Aspekte für ein gemeinsames Demokratieverständnis zu klären. Unser Ziel ist es, die kulturell unterschiedlichen Perspektiven von Menschen deutscher und arabischer Herkunft zu einer von allen Partner*innen geteilten Haltung der Wertschätzung und Anerkennung von Gleichheit und Verschiedenheit zusammenzuführen.“

    Staatsangehörigkeit, Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und das Kopftuch sind formale Hürden für den Justizeinstieg, die lösungsbedürftig bleiben. Jedoch leben in Berlin und insbesondere Neukölln auch viele aus der dritten und vierten Einwanderergeneration, für die der Zugang möglich sein könnte. Und die Begegnung, wie bei dieser Veranstaltung, trägt dazu bei, sich kennenzulernen, gegenseitige Vorurteile weiter abzubauen und Verbindungen aufzubauen. Ein Schritt in die richtige Richtung.

     

    Weitere Information zum Projekt:  Ursula Neuhof /BQN Berlin, un@bqn-berlin.de / 030-275 90 87-13

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  • Gleiche Chancen auf gute Ausbildung - Ergebnisse aus Pilotprojekt ausgewertet mit Blick auf Landesstrategie

    Welche Hürden müssen beseitigt werden, damit beim Land Berlin mehr benachteiligte junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte den Weg in eine duale Ausbildung finden? Um diese Frage zu beantworten ließ Senatorin Elke Breitenbach im Rahmen des integrationspolitischen Leitprojektes Berlin braucht dich! neue Zugänge in die Ausbildung erproben. Ein Beirat aus Expertinnen und Experten der Bereiche Integration, Arbeit und Bildung begleitet das Vorhaben und diskutierte heute die Ergebnisse der dreijährigen Pilotphase – auch mit Blick auf Empfehlungen für eine mögliche Landesstrategie.

    Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier lesen.

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  • Generationswechsel im Öffentlichen Dienst als Chance für mehr Vielfalt

    Neueingestellte Auszubildende mit Migrationshintergrund beim Land Berlin

    Im Auftrag der Berliner Integrationsbeauftragten erhebt BQN Berlin jährlich den Anteil der neueingestellten Auszubildenden mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst. Katarina Niewiedzial stellte heute die
    Zahlen für 2018 vor. Die aktuellen Ergebnisse zeigen: Der Nachwuchs bringt zunehmend mehr Vielfalt in die Berliner Behörden und Betriebe mit Landesbeteiligung 28,1 Prozent aller 2018 neueingestellten Auszubildenden haben einen Migrationshintergrund. Die aktive Förderung der Berliner Integrationspolitik trägt Früchte. Mit der Initiative Berlin braucht Dich! wird die Ausbildung beim Land seit Jahren erfolgreich geöffnet für Jugendliche der Zielgruppe.

    Gleichzeitig verdeutlichen die Zahlen auch, dass noch Luft nach oben ist. Die Verwaltung sollte junge Menschen mit Migrations- bzw. Einwanderungsgeschichte noch aktiver ansprechen. Ziel ist es,  dass diese in den Personalentwicklungsplänen und Marketingkampagnen des Berliner Senats viel stärker in den Fokus genommen werden. „Wir brauchen eine Verwaltung, deren Personal das Spiegelbild der Gesellschaft ist. Das stärkt das Vertrauen in den Staat und bewirkt, dass sich alle Menschen mit ihm identifizieren können“, sagte Katarina Niewiedzial. Dafür ist der Generationswechsel im Öffentlichen Dienst eine Chance, die wir nutzen wollen“, so die Integrationsbeauftragte weiter. In den nächsten drei Jahren werden in Berlin von rund 118.400 Verwaltungsmitarbeitenden 20.000 in den Ruhestand gehen. Hier soll eine auf Diversität ausgerichtete Nachwuchskräftegewinnung systematisch Vielfalt fördern und zum Motor für die Modernisierung der öffentlichen Arbeitgeber werden. Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Pressemitteilung.

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  • Stadtteilmütter treffen auf Rechthaber*innen

    Im Projekt „Mehr Vielfalt in der Berliner Justiz“ ist der Name Programm. Deshalb trafen am 19. September 2019 die Neuköllner Stadtteilmütter auf Auszubildende und Ausbilder*innen des Amtsgericht Neukölln und des Berliner Kammergerichtes. Auf einem Info-Parcours in der Galerie des Campus Rütli erhielten die 57 Multiplikatorinnen, die Neuköllner Familien in Fragen rund um die Gesundheit und Bildung begleiten, Einblicke in die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Ausbildung in der Berliner Justiz.

    Bereits vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung herrschte ein reger Austausch unter den Teilnehmerinnen an den fünf aufgebauten Stationen. Das Interesse an Berufen wie Rechtspfleger*in oder Justizsekretär*in war groß. Los ging es bei Susanne Kunnix, Mitarbeiterin des Referats Aus- und Fortbildung am Berliner Kammergericht , die mit Alltagsgeschichten an Justizbegriffe heranführte. Die Teilnehmerinnen unterstützten sich gegenseitig, um Begriffe wie „Nachlass“ oder „Grundbuch“ zu verstehen.

    Station 2 simulierte eine Einlasskontrolle am Gericht. Die Frauen suchten gefährliche Gegenstände in einem Rucksack und erfuhren währenddessen etwas über die Ausbildung zur*m Justizhauptwachtmeister*in. Bei der nächsten Station wurde ein Posteingang aufgebaut. Die Zuordnung von Schriftstücken in Akten ist eine der Hauptaufgaben der*s Justizsekretär*in. Die Stadtteilmütter lernten erst, wie ein Aktenzeichen aufgebaut ist und durften dieses danach auf Schriftstücken suchen und zuordnen. „Kommt hin und wieder mal eine Akte weg?“ wollte eine Teilnehmerin wissen. Die Mitarbeiterin des Kammergerichts lacht und antwortet souverän: „Dass man Akten sucht, kommt schon mal vor.“ Währenddessen steckt eine andere Gruppe bei einem Quiz die Köpfe zusammen und erklärte sich gegenseitig, was man unter „körperlicher Unversehrtheit“ versteht. Vielen sieht man an, dass sie zum ersten Mal  ein Gesetzbuch in der Hand halten und darin blättern. Alexandra Uhlemann, Aus- und Fortbildungsbeauftragte des Amtsgerichtes Neukölln nutzt die Chance, um in das Gespräch einzusteigen und über die Berufe aufzuklären. Bei der letzten Station stellten sich vier Auszubildende zunächst vor und dann den interessierten Fragen der Stadtteilmütter. „Muss ich groß sein, um Justizhauptwachtmeisterin zu werden?“ „Wie sind Ihre Arbeitszeiten?“ „Was verdient man als Justizsekretärin?“.

    Die Neuköllner Stadtteilmütter waren begeistert von dem Format der Veranstaltung. Auch wenn in der Kürze der Zeit nicht alle Fragen beantwortet werden konnten, haben sie vieles erfahren, was sie bisher noch nicht wussten. Auf die Frage, ob sie eine Ausbildung in der Justiz weiterempfehlen würden, antworteten alle mit einem deutlichen „Ja“. Eine Chance die Arbeit des Gerichtes direkt vor Ort zu erleben, gibt es bereits am 27. November 2019 zum Tag der offenen Tür am Amtsgericht Neukölln.

    Das Projekt „Mehr Vielfalt in der Berliner Justiz“ wird in Kooperation mit dem Amtsgericht Neukölln und dem Kammergericht Berlin im Auftrag der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung durchgeführt und dient dazu, Menschen mit eigener oder familiärer Einwanderungsgeschichte für nicht-richterliche Berufe in der Justiz zu gewinnen. Dankenswerterweise hat das Bezirksamt Neukölln für die Begegnung mit den Stadtteilmüttern die Räumlichkeiten auf dem Campus Rütli zur Verfügung gestellt.

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  • Mehr Vielfalt in der Berliner Justiz

    Wie können wir Menschen mit eigener oder familiärer Einwanderungsgeschichte für nicht-richterliche Berufe in der Justiz gewinnen? Im Rahmen des Projektes „Mehr Vielfalt in der Berliner Justiz“ untersucht BQN Berlin dies im Auftrag der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung (SenJustVA) exemplarisch für den Bezirk Neukölln. Erste Ergebnisse präsentierte die Projektsteuerungsgruppe mit Gerhard Frenzel, Präsident des Amtsgerichts Neukölln und Ursula Neuhof von BQN Berlin und Projektleiterin, am 20. Juni 2019 Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Astrid Kipp, Leiterin der Abteilung 1 von SenJustVA, Dr. Andrea Diekmann, Vizepräsidentin des Kammergerichts sowie weiteren Vertreter*innen der Berliner Justizverwaltung.

    Gemeinsam mit dem Kammergericht und dem Amtsgericht Neukölln entwickelt BQN Berlin seit Dezember 2018 dezentrale Akquiseansätze im Bezirk Neukölln für junge Menschen mit (familiärer) Einwanderungsgeschichte. Der Aufbau von Kooperationen mit Multiplikator*innen, ist ein zentraler Schwerpunkt. Für Justizsenator Dr. Dirk Behrendt ist die interkulturelle Öffnung eine wichtige Aufgabe der Justizverwaltung und er betonte bei dem Treffen die Notwendigkeit, das filigrane Netz an Kooperationen mit Migrant*innenorganisationen in Neukölln weiter auszubauen und zu festigen.

    Bislang haben mehrere Austausch- und Fokusrunden stattgefunden zum Beispiel mit dem Deutsch-Arabischem Zentrum (DAZ), dem Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg (TBB), der Jugendberufsagentur Berlin, den Stadtteilmüttern und Neuköllner Sekundarschulen. Im Fokus standen dabei die Erfahrungen der Zielgruppe mit der Justiz und geeignete Wege, Menschen mit eigener oder familiärer Einwanderungsgeschichte zu erreichen bzw. anzusprechen. Neben dem Aufbau von Kooperationen werden im Recruiting- und Einstellungsprozess der Berliner Justiz mögliche Zugangshürden identifiziert und Maßnahmen eingeleitet, um diese abzubauen. Dazu zählt ein Qualifizierungsangebot zur vielfaltsgerechten Ausrichtung des Ausbildungsrecruitings und der Einstellungsprozesse.

    Die Anwesenden waren von den bisherigen sehr konkreten Projektergebnissen beeindruckt und halten es für vorstellbar, das Modellprojekt als Teil eines Öffnungsprozesses in den nächsten zwei Jahren weiterzuführen. Handlungsfelder sind u.a. der Aufbau einer internen Praktikums-Datenbank, eine vielfaltsorientierte Datenerfassung und Akquisestrategie, Schulungen zu diversitysensiblen Recruiting- und Auswahlverfahren sowie ein Transfer in andere Amtsgerichte in Berlin.

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  • v.l.: Alexander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport, Ines Fiedler, Vorständin ITDZ Berlin, Klaus Kohlmeyer, Geschäftsführer BQN Berlin, Katarina Niewiedzial, Integrationsbeauftragte von Berlin, Daniel Tietze, Staatssekretär für Integration, Lutz Fournell, Leiter Hemingway-Schule

    Konsortialvereinbarungen für mehr Vielfalt in der Ausbildung

    Unter dem Motto „Die Nächsten, bitte! Wen braucht Berlin?“ fand am 24. Mai 2019 das 10. Konsortialtreffen von Berlin braucht dich! statt. Rund 130 Partner*innen aus Schulen, Betrieben, Behörden und Politik kamen im imposanten Bärensaal des Alten Stadthauses zusammen. In interaktiven Workshops erörterten sie unter anderem, wie das Pilotvorhaben „Erprobung neuer Zugänge in die Ausbildung“ ins Regelsystem überführt werden kann. Besonderer Höhepunkt war die gemeinsame Unterzeichnung der Konsortialvereinbarungen.

    Neben Daniel Tietze, Staatssekretär für Integration und Sportstaatssekretär Alexander Dzembritzki, unterzeichnete die für Berlin braucht dich! zuständige neue Berliner Integrationsbeauftragte, Katarina Niewiedzial. Stellvertretend für die 19 beteiligten Betriebe mit Landesbeteiligung und 15 Schulen unterzeichneten Ines Fiedler, Vorständin des IT Dienstleistungszentrums Berlin und Lutz Fournell, Leiter der Hemingway-Schule.

    Senatorin Breitenbach ließ ausrichten: „Wir müssen in der Verwaltung die Vielfalt stärken und damit auch auf Jugendliche zugehen, die bisher in der Ausbildung viel zu wenig vertreten waren. Diese jungen Menschen brauchen mehr Unterstützung, deshalb erproben wir gemeinsam neue Wege. Ich freue mich, dass wir jetzt gemeinsam hier einen Schritt für den Öffentlichen Dienst vorankommen.“

    Senator Geisel musste sich terminbedingt vertreten lassen, schickte jedoch eine Botschaft an das Konsortium: „Ein moderner öffentlicher Dienst muss die Vielfalt unserer Gesellschaft abbilden. Berlin als tolerante und weltoffene Stadt wird bei der Einstellung und Ausbildung junger Menschen mit gutem Vorbild vorangehen. Die Berlin braucht dich! Vereinbarung hilft uns, diesen Weg konsequent zu verfolgen.“  Mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport schließt sich die erste Behörde der „Erprobung neuer Zugänge in die Ausbildung“ an. Andere Berliner Verwaltungsbetriebe und -behörden sollen folgen, unter anderem die Feuerwehr.

    In den Vereinbarungen werden konkrete Schritte und Maßnahmen definiert, damit Jugendliche mit Migrationshintergrund besser in der Ausbildung der Partnerbetriebe und –behörden ankommen und  diese erfolgreich absolvieren. Beispielsweise werden Praktika als Sprungbrett in die Ausbildung aufgewertet, vielfaltsorientiertes Vorgehen im Einstellungsprozess gestärkt und Barrieren in den Auswahlverfahren abgebaut – wozu auch Diskriminierung und Vorurteile zählen. An den Partnerschulen, die im Durchschnitt einen Anteil von Jugendlichen aus Familien mit Einwanderungsgeschichte von über 80 Prozent aufweisen, wird die Etablierung der Berufsorientierung mit Fokus duale Ausbildung  ein verbindlicher Bestandteil des Curriculums.

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  • Aufbau von Diversity-Kompetenz in der Verwaltung

    „Geil ein Türke, das wird entspannt. Da machen wir heut bestimmt nicht bis 16 Uhr, sondern früher frei“, das war der erste Gedanke der Lena* in den Kopf schoss als sie Serdar Yazar, den Trainer des Diversity-Trainings, wahrnahm. Die Bilder in unseren Köpfen von den Türken, Musliminnen oder Homosexuellen sind präsent – 15 Trainees der Senatsverwaltung für Inneres und Sport gingen dem spielerisch und selbstreflexiv 16 Stunden, am 4. und 5. Februar, auf den Grund. Angeleitet und moderiert von den BQN Diversity-Trainer*innen Elisa Bongiovanni und Serdar Yazar. Der Berliner Bär schaute als stiller Beobachter den gruppendynamischen Prozessen von oben zu.

    Von außen betrachtet eine recht homogene Gruppe junger weißer Menschen zwischen 25 und 35 Jahren. Studiert im Recht oder in der Betriebswirtschaftslehre, viele Einzelkinder, mehr Frauen als Männer, einige wenige die vier Sprachen fließend sprechen. In ein paar Jahren werden sie als Beamte im Referat Islamismus, Rechtsextremismus oder vielleicht Ausländer- und Asylrecht sitzen. „Als Baustein für einen guten Einstieg in die Berliner Verwaltung möchten wir mit den Trainings die Nachwuchskräfte des allgemeinen nichttechnischen Dienstes in ihrem persönlichen Verhalten sensibilisieren und ihre Diversity-Kompetenzen stärken“, berichtet Christian Sauer, Leiter der Ausbildungs- und Einstellungsbehörde der Hauptverwaltung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

    „Diversity“ ist in aller Munde – konkret bedeutet es Vielfalt von Menschen und Lebensformen. Die gibt es in Berlin zu genüge – und in der Verwaltung? „Naja, daran arbeiten wir und daran ein System zu schaffen, das allen zu Gute kommt“, sagt Serdar Yazar. „Ein homosexueller Mensch sollte sich offen zu seiner Homosexualität bekennen können, auch im Arbeitsumfeld, ohne Angst haben zu müssen, ins Abseits gedrängt zu werden“, ergänzt Elisa Bongiovanni. Darauf zielt Diversity – die Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, sexuellen Orientierung, Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, ihrem Geschlecht oder Lebensalter. Dabei geht es nicht nur um die Akzeptanz von Unterschiedlichkeiten, sondern immer auch um die Entdeckung von Gemeinsamkeiten.

    Der demographische Wandel verbunden mit einem bereits vorhandenen Fachkräftemangel, macht es zudem auch dringend erforderlich, die unterrepräsentierten Gruppen unserer Gesellschaft stärker einzubinden und teilhaben zu lassen. Das funktioniert im Arbeitsumfeld nur mit einem guten Management. Denn Unterschiedlichkeiten provozieren Konflikte – lassen wir diese zu, entspringen aus den vielen Meinungen, Denkweisen und Perspektiven kreative und überraschende Lösungswege.

    Und reicht ein zweitägiges Seminar aus, um diversity-kompetent zu sein? Serdar Yazar betont: „Es ist ein Anstoß, eine erste Sensibilisierung. Langfristig geht es darum selbstreflektiv immer wieder die eigenen Denkmuster kritisch zu beobachten, eine wertschätzende, empathische Haltung gegenüber den Mitmenschen zu entwickeln und dies in sozialen Interaktionen zum Ausdruck zu bringen“.

    * Name von Redaktion geändert

     

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  • BQN Dialog "Vielfalt. Macht. Arbeit."

    Am 27. November 2018 fand der fünfte BQN Dialog in der Reformationskirche Berlin-Moabit statt. Auf dem Podium diskutierten Tanja Knapp, Leiterin der Polizeiakademie Berlin, Martin Jammer, Abteilungsleiter Landespersonal bei der Senatsverwaltung für Finanzen, Corinna Jendges, Geschäftsführung Personalmanagement Vivantes und Andreas Germershausen, Integrationsbeauftragter des Berliner Senats. Vor mehr als 80 Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Schulen, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft sprachen sie über das Potenzial der dualen Ausbildung für die Bewältigung der integrationspolitischen Herausforderungen unserer Hauptstadt. Eingerahmt wurde der Dialog durch Vorträge von Claudia Burkard von der Bertelsmann Stiftung und Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, Leiter der Abteilung „Integration, soziale Netzwerke und kulturelle Lebensstile“ des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin.

    Nach einer Begrüßung durch die BQN-Vorständin Charlotte Kruhøffer, leitete Claudia Burkard den diesjährigen BQN Dialog mit Zahlen aus der Bertelsmann-Studie „Berufsausbildung junger Menschen mit Migrationshintergrund – Eine repräsentative Befragung von Betrieben“ ein, die als Grundlage der anschließenden Podiumsdiskussion dienten. Unter der Moderation von Serdar Yazar, BQN Berlin wurden auf dem Podium Widersprüche, Herausforderungen und Perspektiven der vielfaltsorientierten Einstellungspolitik diskutiert. Insbesondere die Diskrepanz zwischen dem Fachkräftemangel, jährlich 10.000 unbesetzten Ausbildungsplätzen einerseits, und den vielen Jugendlichen, die das Potential zur Teilnahme und auch eine Berufsausbildung auf sich nehmen wollen andererseits, sowie die Frage, warum Jugendliche nicht direkt nach der Schule in Ausbildung einmünden, waren wichtige Themen. Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba setzte mit seinem Kurzvortrag „Teilhaben am „dicken B“: Integration als urbane Gesellschaftsvision“ ein Statement für die Zukunft Berlins im Hinblick auf Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe und Integration.

    Zum Abschluss der Veranstaltung führte die Theatergruppe Theater X dem Publikum künstlerisch vor Augen, wie Jugendliche mit Migrationsbiografie die Vielfaltsorientierung der Hauptstadt erleben. Am Ende der Veranstaltung gab es die Möglichkeit, mit den Besucher*innen bei einem kleinen Imbiss in einen Dialog zu treten und sich die Fotoausstellung „Berlin braucht uns!“ der Fotografin Judith Affolter anzusehen.

    Programm als PDF (klick)

     

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  • Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

    Öffentliche Unternehmen und Verwaltungen Berlins gewinnen an Vielfalt
    Berufliche Zukunft beim Land Berlin ist immer weniger eine Frage der Herkunft. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Befragung: 27,2 % aller neueingestellten Auszubildenden im Öffentlichen Dienst und in den Berliner Unternehmen mit Landesbeteiligung haben einen Migrationshintergrund. Das ist erneut ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dies ist ein Erfolg der konsequenten Integrationspolitik Berlins und seiner Initiative Berlin braucht dich!  Berlins Beauftragter für Integration und Migration, Andreas Germershausen, präsentierte und interpretierte heute Vormittag die aktuellen Daten.

    Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier lesen.

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  • „Werkseinstellungen auf Vielfalt setzen“ – Beitrag in „Impulse zu Vielfalt“ erschienen

    Die BQN Expert*innen Marta Gebala, Urs Neuhof und Serdar Yazar haben in der aktuellen Ausgabe des DeutschPlus- Magazins „Impulse zu Vielfalt 2018/02“ Erfahrungen und Erkenntnisse aus ihrer Beratungstätigkeit zu diversitysensiblen Einstellungsverfahren verarbeitet. Unter dem Titel "Werkseinstellungen auf Vielfalt setzen" werden Herausforderungen und Hindernisse beschrieben, denen sich Jugendliche mit eigener oder familiärer Einwanderungserfahrung auf dem Weg in die duale Ausbildung stellen müssen. Schlussfolgernd formulieren die Autor*innen ein Plädoyer für mehr Chancengleichheit durch das Hinterfragen von Praktiken, Strukturen und Einstellungen im Rekrutierungsprozess. DeutschPlus e.V. - Initiative für eine plurale Republik ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die sich für die chancengerechte Teilhabe aller Menschen einsetzt.

    Lesen Sie jetzt den vollständigen Fachartikel unter unserer Rubrik Publikationen.

    Bildquelle: DeutschPlus e. V.

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  • Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

    Fachkräftesicherung durch interkulturelle Öffnung: Unternehmen mit Landesbeteiligung erproben neue Zugänge in die Ausbildung

    Am heutigen Nachmittag wird erste Bilanz gezogen zum 2016 gestarteten Pilotvorhaben „Erprobung neuer Zugänge in Ausbildung“. Auf Einladung der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach kommen dazu die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Berliner Unternehmen mit Landesbeteiligung im Berliner Rathaus zusammen. Gemeinsam mit dem Staatssekretär für Bildung Mark Rackles, der Ver.di-Landesbezirksleiterin Susanne Stumpenhusen und dem Berliner Integrationsbeauftragten Andreas Germershausen werden sie darüber diskutieren, wie mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund als Nachwuchskräfte für ihre Unternehmen gewonnen werden können.

    Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier lesen.

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  • 2. Interkommunaler Fachaustausch der Facharbeitsgruppe Fokus Migration

    Am 22. und 23. Februar fand der 2. Interkommunale Fachaustausch der Facharbeitsgruppe Fokus Migration in Kassel in Kooperation mit BQN Berlin statt. 19 Vertreter*innen aus Kiel, Hamburg, Berlin, Kassel, Mülheim, Weinheim und den Landkreisen Göttingen, Rodgau und Rhein-Neckar beschäftigten sich mit der Rolle von Betrieben beim Aufbau einer gesamtstädtischen Steuerung im Übergang Schule-Beruf. Ohne die Mitwirkung von Betrieben könne keine realitätsnahe Berufsorientierung erfolgen, so die kommunalen Vertreter*innen. Dem inzwischen immer spürbareren Mangel an Nachwuchskräften müsse mit einer qualitativ hochwertigen und systematischen Berufsorientierung begegnet werden, um junge Menschen für eine duale Ausbildung zu gewinnen.

    Hier finden Sie den vollständigen Bericht.

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  • Staatssekretär für Integration, Daniel Tietze zu Besuch bei BQN Berlin

    Am 8.2. bekam BQN Berlin Besuch vom Staatssekretär für Integration, Daniel Tietze aus der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales. Mit dem Geschäftsführer von BQN, Klaus Kohlmeyer, erörterte er die Möglichkeiten, im Rahmen von Berlin braucht dich! auf den immer greifbarer werdenden Fachkräftemangel in der Berliner Verwaltung zu reagieren. Es bestehe eine große Chance, so Tietze, Nachwuchskräftegewinnung mit der interkulturellen Öffnung des Öffentlichen Dienstes zu verbinden. In vielen Bereichen seien Praktika möglich und diese müssten zukünftig stärker genutzt werden. Praktika seien wichtige Instrumente der Personalentwicklung. Verabredet wurde, dass Beispiele, die bereits jetzt schon gut funktionieren, genutzt würden, um anderen Behörden zu zeigen, dass es geht.

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  • Hoßbach und Staack zur Führungsspitze des DGB Berlin-Brandenburg gewählt

    Wir gratulieren der frisch gewählten Führungsspitze des DGB Berlin-Brandenburg: Christian Hoßbach und Sonja Staack. BQN Berlin wünscht viel Erfolg und bedankt sich bei der scheidenden Vorsitzenden Doro Zinke für die langjährige, gute Zusammenarbeit bei der Gestaltung des Übergangs Schule - Beruf. Gewählt wurde das neue Führungsduo am 20. Januar 2018 auf der DGB-Bezirkskonferenz. Hier wurde auch der Antrag der IG Metall Berlin „Gelingende Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt: Zukunftssicherung für die Metropole Berlin“ (PDF) verabschiedet. BQN Berlin unterstützt die dort skizzierte Forderung nach einem „Neuen Übergangssystem Berlin“. Wir freuen uns gemeinsam mit dem DGB und der IG Metall dafür zu kämpfen!

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  • BQN wünscht ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

    Im Projekt Berlin braucht dich! steht das Jahr 2018 unter dem Leitmotto der Kampagne „Ausbildung: Eine Frage der Einstellung“. Damit wird einerseits der gleichberechtigte Zugang zum Arbeitsmarkt betont. Andererseits rückt die Einstellung zum Thema Vielfalt in Schulen und Betrieben in den Fokus. Das Berlin braucht dich! Konsortium arbeitet weiter an der nachhaltigen interkulturellen Öffnung des Übergangs Schule-Beruf. 2018 liegt ein Schwerpunkt auf dem Transfer des Wissens und der Erfahrungen über das Konsortium hinaus. Gleichzeitig gehen wir mit dem Pilotprojekt „Erprobung neuer Zugänge in die Ausbildung“ in die nächste Runde zur Öffnung der Einstellungsverfahren der Partnerbetriebe mit Landesbeteiligung. Wir wünschen allen Beteiligten vielfältige Erfolge!

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Berlin braucht dich!

Die Initiative der Integrationsbeauftragten bringt Betriebe und Schulen seit 2006 zusammen.

Berlin braucht dich!  ist die integrationspolitische Leitinitiative der Stadt Berlin zur interkulturellen Öffnung der dualen Ausbildung. Sie verfolgt das Ziel, neue Wege für Jugendliche aus Familien mit Einwanderungsgeschichte am Übergang Schule – Ausbildung zu entwickeln.

Dazu wurde ein Konsortium zwischen Schulen und Betrieben gebildet, das Heranwachsende mit familiären Einwanderungsgeschichten Zugang zu qualitativ hochwertigen Praktikumsplätzen und anderen Betriebsbegegnungen im Öffentlichen Dienst, in Betrieben mit Landesbeteiligung und seit 2013 auch in der Metall- und Elektroindustrie bietet. Über systematisch aufgebaute Betriebsbegegnungen von Klasse 7, über 8 und 9 bis Klasse 10 erleben die Jugendlichen Einblicke in die Arbeitswelt, können sich erproben und positive Erfahrungen hinsichtlich einer dualen Ausbildung machen.

Das Ziel ist es, für die an Ausbildung interessierten Schüler*innen, nach der 10. Klasse direkte Zugänge in die Ausbildung zu entwickeln und umzusetzen. Weitere Informationen

Tweets @bqn_berlin

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  • Mehr #Vielfalt in der #Berliner #Justiz. @Dirk_Behrendt stellt Vorhaben im Deutsch-Arabischem-Zentrum #Neukölln vor… twitter.com/i/web/status/1…
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